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107 zu schicken. Emin schrieb Lupton: »Ihre Truppen kónnen ubrigens die Gelegenheit benutzen, einige Herden zu erbeuten, die Ihnen angesichts des Viehmangels in Ihrer Provinz nicht unwillkommen sein dtirften.« Lupton schickte ein Htilfskorps von ungefahr 400 Chutarije unter dem Befehl des Muchtar Agha. Die vereinigten Streitkrafte mit den Trummern der Garnison von Ról beliefen sich auf 1200 Mann, von denen 700 Soldaten und Chutarije und 500 schwarze Hiilfstruppen waren. Von Ajak aus, wo die Vereinigung vollzogen war, wurde der Feldzug unternommen, der nach drei Monaten mit der vollstandigen Unterwerfung der Dinka endete. Aus der betrachtlichen Beute an Vieh wurde ein grosser Teil von den Hiilfstruppen Luptons, der uns ausserdem 17000 Patronen geschickt hatte, nach Bahr el Ghasal gefiihrt. Wahrend der Kampf gegen die Dinka von Ról so gliicklich ablief, war es mit der Station Schambe, die von den Dinka erobert war, leider nicht der gleiche Fali. Noch heutzutage ist es unbekannt, was aus der Garnison geworden ist, die nach einem Bericht vollstandig niedergemetzelt wurde, nach einer anderen Version sich mit ihrem Kommandanten habe einschiffen und nach Chartum retten kónnen. Emin erhielt diese Nachrichten in Tangasi. Unter Zuriicklassung von Casati eilte er sofort nach Lado zuriick. Hier herrschte unter den Soldaten Unzufriedenheit gegen ihren Befehlshaber Abd el Wahhab Tal’at wegen seiner Strenge, weshalb ihn der Mudir durch den Kapitanleutnant Ali Efendi Ssid Ahmed ersetzte und ihn zum ersten Maauin der Mudirije ernannte. Ferner berief Emin Ibrahim Gurguru mit einem Teil seiner Truppen aus seinem Bezirk, um die Station Schambe-Law wiederzunehmen, da sich die Nachricht von der Niedermetzelung der Garnison bis dahin noch nicht bestatigt hatte. Diese Massregel wurde nicht wegen der absoluten Unentbehrlichkeit der Station ergriffen, ais vielmehr um die Schwarzen zu bestrafen und zu verhindern, dass die von Chartum kommenden Schiffe beim Anblick der zerstórten Station nicht etwa glauben sollten, dass es mit der ganzen Provinz ebenso stande. In dem Glauben,