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IOO Augenblicken von einer dichten Masse bewaffneter Neger umringt, die zu allem bereit schienen. Dann fuhr er fort: »Gehen Sie nun, versichern Sie Emin meines Gehorsams und melden Sie ihm, dass ich nach seinem Willen hierher einfach desshalb gekommen bin, um meine Familie nach Lado abzuholen und die Ankunft des Dampfers abzuwarten, der mich nach Chartum bringen soll.« In der That war Bachlt Bey bei unserer Ankunft in Kabajandi mit seiner Familie schon nach Lado aufgebrochen, zum gróssten Leidwesen der Schwarzen von Makraka, die ihn vergótterten. Der Mudir setzte den neuen Chef von Makraka selbst ein und verpflichtete alle Schechs zum Gehorsam gegen ihn. Auf der Riickkehr musste Emin einige Tage in Wandi bleiben, um seine leicht erkrankten Augen zu pflegen.
Nach ungefahr einer Woche erschien der Adjutantmajor Hauasch Muntassar, der Chef des Bezirks Gurguru, und brachte gegen 500 Lasten Elfenbein. Er kam von dem letzten Feldzuge zuriick, den er in Mambettu gegen den Fiirsten Asanga unternommen hatte und den wir oben geschildert haben.
Am Tage der Ankunft Hauasch’s befand ich mich mit Emin Bey in Wandi, ais man ihm plótzlich die Ankunft des Adjutant major ankiindigte. Einige Augenblicke darauf hórten wir einen betaubenden Larm: es war die Musik, welche die Leute des Hauasch mit verschiedenen Instrumenten, Trommeln, einer Art Geige, Trompeten, Flóten u. s. w. machten.
»Allah pala ssene werssen« (was auf Turkisch heisst: er móge verflucht sein, dieser H au asch sag te Emin. »Da sehen Sie einen Ssaghkol Aghassi, der sich wie ein Kónig geberdet und mit einer solchen Musik kommt.« Emin hatte kaum dies Wort gesprochen, Z ais Hauasch in unser Zimmer trat. Es war ein hagerer, langer Mann, tief gebraunt und mit einem strengen beinah abstossenden Gesichtsausdruck. Er trug das iibliche Reisekostiim des Ssudans, Hemd, Hose und kurzeń Rock von roter Baumwolle und iiber dem letzteren den militarischen Giirtel, an welchem sein Sabel 1) Wórtlich: Gott móge Dir den Krummsabel geben. B. M.