Sudan Archive

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8o Beim Anblick dieser Ziffern wird man leicht begreifen, wie die Aequatorialprovinz wahrend fast 6 Jahren sich von ihren eigenen Hułfsąuellen hat erhalten kónnen. Diese Ziffern reprasentieren das von der Regierung ais Tribut verlangte Quantum, das zusammen mit den Ertragen der Ernten, welche die Beamten auf den verschiedenen Stationen erzielten, fur die Bediirfnisse der Provinz vollkommen ausreichte. Wenn man iibrigens von den Negern einen hóheren Tribut hatte verlangen miissen, so hatten sie mit Leichtigkeit das Vierfache des obigen Quantums liefern kónnen.

Die vorher genannten Reąuisitionen sind die, welche man offen eingestand, welche die Hauptlinge der Stamme selbst an die Verwaltung des Bezirks, zu dem sie gehórten, lieferten. Ausser diesen wurde noch eine andere Art von Reąuirierungen ausgeiibt, welche noch niemand einzugestehen gewagt hat, die im Gegenteil abzuleugnen versucht worden sind. Dies waren die Razzias. Man kann fragen, wie und weshalb die Behórden der Provinz diese Art der Pliinderung trotz der strengen Befehle des Generalgouverneurs dulden konnten. Die Antwort ist einfach: alles was im Ssudan verboten war, wurde trotzdem gethan; und gerade diejenigen, welche eine Sache offiziell unter Pauken- und Trompetenschall verboten, waren haufig die ersten, sie zu ihrem eigenen Nutzen zu thun oder wenigstens ihre Augen vor dem, was sie sahen, zu verschliessen. Wir wollen hierffir aus absolut sicherer Quelle einige Beispiele- anfuhren: N . . . . Pascha, der Mudir v o n ............., besass ungefahr 500 Sklaven, die seine Landereien bebauten und von ihrem despotischen Herrn selbst nicht einmal mit Milde behandelt wurden, trotzdem war dies ein Vertreter der Regierung, der, anstatt den Gesetzen Mohammed Alis, Saids und Ismails gegen die Sklaverei Achtung zu verschaffen, der erste war, der sie zu seinem Vorteil ribertrat.

Eine andere Thatsache: Eines Tages befand sich Gordon Pascha ganz allein auf dem Wege nach Kordofan; er bemerkte eine Negerkarawane, die eine ziemliche Anzahl Sklaven fiihrte. Ais die Handler, Gallaba, ihn erkannt hatten, fragte er sie: »Hat

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