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In der folgenden Zufammenftellung habe ich verfucht, eine Über: ſicht über die Koſten zu geben, die der Sudan Agypten bisher verur⸗ ſacht hat, muß aber bemerken, daß die Angaben wahrſcheinlich weit hinter der Wirklichkeit zurückbleiben. In den amtlichen engliſchen Quellen weichen ſie zum Teil ſtark voneinander ab, ohne daß erſicht— lich iſt, wie dieſe Differenzen zu erklären ſind. Dazu kommt, daß in den Cromerſchen Berichten verfchiedene Poſten in den Nechnungen des Sudan mit denen von Agypten häufig fo verquickt find, daß ein klares Bild nicht zu gewinnen und der Verdacht der abſicht⸗ lichen Verſchleierung nicht ganz von der Hand zu weiſen iſt.
Zunächft hatte Agypten nach dem Sudanvertrag für das Defisit des Sudan aufzukommen, d. h. die Differenz zwiſchen Einnahmen und Ausgaben desſelben zu zahlen. Außerdem hatte der ägyptiſche Staatsſäckel noch außerordentliche jährliche Zuſchüſſe zu leiſten, die z. B. 1899 und 1901 mehr als die doppelte Höhe der zur Deckung des Defizits erforderlichen Summen erreichten. Über dieſe Zuſchüſſe erfährt man nur aus Gorſts Mitteilungen bei Milner (a. a. O.
417) und leider nur bis zum Jahre 1903, dem Ende feiner Tätig: keit im ägyptiſchen Finanzminiſterium. In Cromers Berichten ſind ſie bisweilen mit der Deckungsſumme verquickt oder gar nicht an⸗ gegeben, ebenſowenig in dem Sudanhandbuch von Gleichen“.
Die Angaben dieſer beiden letzten Quellen repräſentieren alſo die ganze Höhe der von Agypten für den Sudan gezahlten Sum— men wahrſcheinlich nicht.
Count Gleichen, Handbook of the Sudan. — The Anglo-Egyptian Sudan, 1905.
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