Facsimile · p. 438
398 Biölftcö Äavitct..
Gaüfa 3U Dömau Xina gcftoen, luu i()n in feinen impfen n unterftüen, unb ()atte §anieb tuoleb 5(Ii al feinen ©teüüertreter unb Sommanbanten öon itaffala nvücfgelaffen ; nun ioar er nac Dmbermon berufen iuorben, um über bie (raberftämme beg Often 33ericit jn erftatten. @r tarn eincö §(benb on unb iuurbe fofort tjom Salifa in ubien empfangen. "iU er nad langer Unterrebung feinen §errn Derlie, begrüßte er mic im SSorbeigeen unb fagtc mir in aller (Si(e, ba er foeben bem ßalifa einen Srief au meiner §eimat übergeben labe. SBenige TOnuten nader mürbe i( Dom ßfaHfa gerufen, ber mir mitteilte, \)a ber Sommanbant öon (Sauaün einen S3rief, angeblid üon meiner gamilie lerrürenb, an Dman ®igna gefcicft, ber in fidler ]ier()er beförbert l)aht, @r übergab mir bann ein gefctoffeneg (Sd)reiben mit bem S3efeI, e n öffnen unb i()n mit feinem gnlalte befannt gu nmden.
SJleine §änbe gitterten, aftig burcflogen meine klugen ben 33rief, mit ftocfenbem tem la xä) üon bem Kummer meiner @efd;mifter, Tag toon bem Xobe meiner lieben SJutter, \)k in ber Hoffnung getäufct, mid mieberufeen , in fcmerer ©orge um mid §atte fterben muffen.
3)er ßalifa mar ungebulbig gemorben unb fragte mieberolt nac Urfprung unb Snaft be Sriefe. „(Sr ift t)on meinen ÖJefcmiftern'', fagte ic gn im, „id) mil in bir überfeen." © mar fein (Srunb, i\)m ba (Schreiben üorpent alten, unb fo erätte ic im öon ber @orge, bie meine ©efcmifter um mid) lätten, mie fie \\d) nad) einem Söieberfelen felnten unb mie gern fie bereit mären, für meine greieit jebe Dpfer gu bringen; a(g id) u bem Xobe meiner guten SJutter getaugte, mürbe e mir fdmer, meiter gu fprecen; ic fagte im, baji id) ir hk legten (Stunben burd meine 5lbmefeneit erfcmert, ha} fie (ott mörenb irer ranfeit immer gebeten labe, mirf) nur einmal mieberufeen, ba ire itte unerhört Ukh unb bag mir biefer S3rief ire legten rüfee unb iren mütterliden «Segen überbringe. dJldnt e(e mar ugefcnürt; ber datifa unterbrach mid, unb id) geraann 3eit, mid) u fammeln.
„eine SQutter mugte nidit, ha id) bid) \vk feinen anbern ef)re", fagte er, „fie ätte fonft gemi feine @orge um \)i( gebt.
od) bir ift e verboten, um fie 5U trauern; fie ift al§> ß;riftin ge= ftorben unb at md)t an ben ropeten geglaubt unb an ben 9Jiaf)bi !
@ie mar eine Ungläubige unb at auf hk S3armer5igfeit (Lottes nidt 5u offen.''