Sudan Archive

Open the original scan

Dritter Theil. Wissenschaftliche Resultate. 45 Abu Tiga. Die Azimuthbestimmung von 1864, Febr. 28, ergiebt: Az. Abel = 67° 34'.

Saqati-Mittelgipfel. DieAzimuthbestimmung 1863, Juni 9, giebt: Az. Sm-ElMü = 3O7° 17', genau übereinstimmend mit dem aus der Triangulation fol­ genden Azimuth.

Wad N e g m, 800 m östlich v. d. Häusern. Die Azimuth­ bestimmung von 1863, Juni 9, ergiebt: Az. Saqati-Mittelgipfel = 331° 01'; Az. Wäliya = 120° 52'.

Waliya. Die Azimuthbestimmung 1863, Juni 10,ergiebt: Az. Sm = 325° 45'.

Punkt zwischen Waliya und К u b о s a. Die Azi­ muthbestimmung vom Abend desselben Tages giebt: Az. Sm = 223° 31'.

К ubośa, 1200 m NO. vom Brunnen. Die Azimuth­ bestimmung vom 11. Juni giebt: Az. Sm = 296° 35'.

Mesraj Do bazi. Das Azimuth des höchsten Gipfels C des Aras-kol wird = 61° 45'.

Die Berechnung des Dreiecks ABC liefert: AC = 14973 m; BC =14946 m.

Q o z bei Wadi Selai. Es ergiebt sich : Az. G. Tuyüs = 80° 27'. Das Dreieck zum Araś-kol giebt: AC =34970 m; BC = 35370 m.

Wadi Selai. Das Azimuth des Aras-kol-Gipfels wird = 14° 18'.

Die beiden Dreiecke Araś-kol-Mesraj Dobazi-Qoz und Aras-kol-Qoz-Wadi Selai ergeben folgendes Az. DQ=172°49 ' und die Breitendifferenzen: zw. A und Q= 18' 05", zw. D und Q = 14 ' 16 *, zw. Q und W = 5 ' 27".

Gebel Auli. Die Azimuthbestimmungvon 1863,Juni 19, ergiebt: Az. G. Burêma = 28° 58'.

Qalaqla (S). DieAzimuthbestimmungvon 1863,Sept. 19, ergiebt: Az. SX= 170° 32', woraus Az. S zum Minaret von Hartum = 208° 38'.

Das Dreieck BCS ergiebt CS = 168.74 m. Das Dreieck CS-Zelt giebt SZ = 635.82 m; Az. SZ — 12° 38'.

Hiernach wird die Breitendifferenz zw. S u. Z. = 20".

Das Dreieck CST giebt: ST = 507.35 m. Das Dreieck ST-Minaret ergiebt: SM = 8194 m, wo­ nach die Breitendifferenz zw. S u. M. = 3' 33".

Wold-jês. Bestimmung der Breite von» G. Bêla. Die Entfernung von W. - jês bis Moqdet wurde (wahrscheinlich trigonometrisch) = 9 ' 56" gefunden.

Aus den gemessenen (bez. durch Azimuthdifferenz gefun­ denen) Winkeln: BAM = 55°24', ABM = 23°48', also AMB = 100° 50', folgt: AB = 24'11", Az. = 7° 18 *, also die Breitendifferenz von В gegen A= 23' 59".

Diess giebt für Bêla-Westgipfel die Breite= 13°43'26".

6. Definitive geographische Breiten.

Die am zuverlässigsten bestimmte Breite ist die von Sennär, dessen Nordende Cailliaud durch 12 Sternmeridian­ höhen auf 13° 36' 51" festgelegt hat. Nach Lejean’s Plan von Sennär (im Atlas zu „Voyage aux deux Nils”) liegt das Minaret der Moschee etwa 500 m = 16 * südlicher als die Nordgrenze der Stadt, also auf 13° 36'35". Vermöge des Azimuths zum Minaret S. 40° W., welchen de Pruyssenaere für seinen Standpunkt Se nordöstlich von Sennär angiebt und die gleichfalls angegebene Entfernung von 1150 m kommt der Beobachtungspunkt Se in 13° 37' 12 * zu liegen, während Pruyssenaere selbst 13°37'38"gefunden hatte. Erstere Zahl ist als die zuverlässigere angenommen. Vermöge des beobachteten Azimuths zum Nordgipfel des Saqati und einer vorläufigen Berechnung liess sich hieraus die schon an­ gegebene Breite des Punktes Sm ableiten. — Für Karkö£ wurde das Resultat der zweiten Beobachtung dortselbst mit einer ganz geringen Modification zu Grunde gelegt, nämlich 12° 55' 30 *. Hiernach werden die Breiten von Qurairisa = 12° 54' 33 *, von Ó. Dali = 12° 50' 28 *. Durch dieses gute Resultat des Anschlusses an Saqati-E1 Ma-Sennär wird jene Annahme befestigt. Der Punkt El Ma liegt demnach auf 13° 28' 52", während sich für das am Süd-Fusse desselben gelegene Dorf El Ma astronomisch die Breite 13° 27' 46" fand, die wahrscheinlich etwas zu niedrig ist, wie es sein muss, wenn der beobachtete Stern Ç urs. maj. nicht genau im Meridian beobachtet worden ist.

Die Annahme für Karkög erhält eine weitere Bestätigung durch das Resultat für Qerebin. Die geodätische Berech­ nung giebt für Qerebin 12° 06' 44 *, fast genau überein­ stimmend mit Cailliaud, der wahrscheinlich in demselben Dorf, wo de Pruyssenaere beobachtete, etwas nördlich von dem Gipfel Qe die Breite aus 5 Sternmeridianhöhen, nur um 4" grösser fand. Die astronomische Bestimmung des Letzteren scheint wohl 40 — 50 * zu nördlich zu sein, ein Fehler, der leicht eintreten kann, wenn Sirius nicht genau im Meridian beobachtet worden ist.

Eine etwas grössere Abweichung ist für Gule vorhanden. Die geodätische Bestimmung, die ich vermöge des grossen Dreiecks Abu Qorûd-Rôro-Gule nicht für sehr sicher halte, giebt für den Gule-Gipfel 11° 42' 16", während de Pruysse­ naere in Hellet Idris am Südfusse dieses Gipfels 11° 44' 40 * beobachtet hat, wonach die Meridianhöhe des Sirius um mehr als 5 ' zu niedrig bestimmt worden sein müsste.

Die Breite von Hör Dolêb wird berechnet = 11 ° 22 ' 15", beobachtet 11° 23' 23", was sich wohl erklären lässt, wenn Sirius nicht genau im Meridian beobachtet wurde.

Von den 3 mit dem Ó. Aras-kol in Dreiecks-Verbindung gebrachten Punkten ist an den beiden nördlichen Wadi-śelai und Qoz die Breite beobachtet und zwar liegen für letzteren

Text produced by OCR — report an error